Unser Verein

Kurzgeschichte.....

Karl Grund, ein wandernder Buchbindergeselle, hat zwischen 1900 - 1905 den Fechtsport nach Oelsnitz gebracht.
Als Fechtboden musste zunächst die Werkstatt der Tischlerei von Alfred Roßner herhalten. Hier wurde fleißig geübt und in Ermangelung von Fechtwaffen, mußten zeitweise sogar Holzstöcke eingesetzt werden.
Am 08. August 1907 fand in Schwotzers Reataurant die Gründungsveranstaltung der Fechtabteilung statt.
Mit der Annahme der Satzung am 28. August 1907 wurde der Fechtsport in Oelsnitz in eine gelenkte Bahn gebracht, indem man dem Allgemeinen Turnverein beitrat.
Bei der Gründung des Sächsischen Fechtverbandes in Jahre 1909 waren ebenfalls zwei Delegierte aus Oelsnitz dabei. Hier ist anzumerken, dass sie die einzigen waren, welche nicht aus einer Stadt kamen, denn erst im Jahre 1924 wurde das Dorf Oelsnitz zur einer Stadt.
Kurz vor Ausbruch des ersten Weltkrieges wurde 1914 in Oelsnitz die Fechtvereinigung "Teutonia" gegründet, welche sich aber ausnahmslos dem Mensurschlagen, also dem Studentenfechten widmete.
Nach dem Weltkriege rief Otto Geiler die noch verbliebenen Fechter zur Versammlung ins Vereinslokal Kaffee Paul zusammen. Am 22. Februar 1919 fanden sich 9 Mitglieder ein und beschlossen den Fortbestand der Fechterabteilung. Die weitere Entwicklung verlief jedoch sehr beschwerlich, da der Krieg große Lücken riss, welche zunächst nicht geschlossen werden konnten.
1922 erfolgte die Gründung des Fecht-Klub "Saxonia" Oelsnitz. Über diesen Verein ist leider nur sehr wenig bekannt, ausser das auf der Gründungurkunde z.B. Fritz Pechmann verzeichnet ist, welcher aber spätestens 1924 beim ATV Mitglied war. Die Geschichte des FK "Saxonia" verläuft sich ins Leere.
Trotz aller Schwierigkeiten konnte man einige fechterische Erfolge erzielen. Es ist mühsam alle Erfolge und Ereignisse aufzuzählen, jedoch soll an dieser Stelle Fritz Pechmann nicht unerwähnt bleiben! Zuerst als Fechter, später als Trainer und Abteilungsleiter hat er maßgeblich die Entwicklung des Fechtsportes in Oelsnitz bis zu seinem Tode bestimmt. In seinen Fußstapfen trat sein Sohn Werner Pechmann der mit akribischer Arbeit den Fechtsport in Oelsnitz am Leben erhielt.
Sein Bruder Rolf Pechmann und sein Sohn Steffen Pechmann sollen ebenso nicht unerwähnt bleiben, beide sind unzertrennlich mit dem Fechtsport in Oelsnitz verbunden.
Nicht zu vergessen ist auch Peter Hertel, der 1963 Deutscher Meister im Florettfechten wurde.
Bis ca. 1980 wurde in der Turnhalle der "Roten Schule" (wegen des Backsteinbaues so genannt) trainiert. So befand sich z.B. das Lager für Fechtmaterialen in einem kleinen Anbau oberhalb der Turnhalle und war nur von Außen mit einer Leiter erreichbar. Der Schlüssel des Raumes bewahrte der im gegenüberliegenden Rathaus befindliche Volkspolizeiposten auf. Da sich die Halle in einem immer beklagenswerten Zustand befand (also quasi immer noch im Orginalzustand von um 1900), zog man auf Initative des Lehrers Jürgen Weller in die Turnhalle der Ernst-Schneller-Oberschule um, da er hier eine erfolgreiche Schul-AG Fechten führte.
Hier wurde weiter fleißig trainiert mit dem Handicup, der sich immer mehr verschlechternden Materiallage. Viele Waffen und Ausrüstungsgegenstände waren überaltert und hätten schon längst ersetzt werden müssen. Gegen 1988 war die Materiallage derart angespannt, dass der Fechtsport nur noch mit größter Mühe aufrecht erhalten werden konnte. Der Nachwuchssport musste quasi aufgegeben werden, da kein aussreichendes Material mehr zu Verfügung stand.
Ab 1990 begann eine Reorganisation im Vereinswesen, welches auch die Oelsnitzer Fechter betraf. Nach der Wiedergründung des Sächsischen Fechtverbandes, begann man wieder mit Ausbildung von Fechtnachwuchs.
Die Anfangsjahre waren sehr beschwerlich, da man quasi von null anfangen musste und zusätzlich noch durch die prekäre Hallenlage erschwert wurde. Da fast alle Sport- und Turnhallen Sanierungsrückstände aufwiesen, teilweise geschlossen wurden, musste um jede Trainingsminute hart gekämpft werden. So konnte z.B. das gesamte Fechtmaterial nicht mehr an den Sportstätten gelagert werden. Trotz der enormen Schwierigkeiten konnte in den folgenden Jahren so mancher kleiner und größerer Erfolg errungen werden. Im Jahr 2000 belegte bei den Deutschen Meisterschaften im Damendegen der B-Jugend Kristin Kreßner den 3. Platz.
In Folge der sich verändernden Vereinstruktur wurde 2001 der FC Oelsnitz gegründet. Im Jahr 2005 wurde die eigene Fechthalle in Nutzung genommen, der einzige Neubau in den neuen Bundesländern!
Hier wird seitdem fleißig und intensiv trainiert.
Für einen historischen Moment sorgte am 19. Mai 2012 Eric Morgenstern. Er wurde an diesem Tag in Saalfeld 'Deutscher Meister' der B-Jugend im Degenfechten. Ein bedeutender Erfolg für den Oelsnitzer Fechtsport.

Wertegang des Vereins

1907 - 1945 ATSV Oelsnitz/E. Abt. Fechten
1945 - 1951 kein Verein - aber weiterhin Treffen der Fechter
1951 - 1971 BSG Aktivist Steinkohle Oelsnitz/E. Sektion Fechten
1971 - 1990 BSG Aktivist BMK Oelsnitz/E. Sektion Fechten
1991 - 1993 TuS Union Oelsnitz/E. Abt. Fechten
1993 - 2001 TuS Oelsnitz/E. Abt. Fechten
seit 2001 - als Fecht-Club Oelsnitz/E.

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